Beim Schlaf meines dritten Kindes kam ich selbst an meine Grenzen.
Tagsüber schlief es oft nur etwa 30 Minuten, nachts wachte es teilweise stündlich auf und über längere Zeit war viel Tragen und Begleitung nötig. Gleichzeitig waren da noch zwei ältere Kinder, die nachmittags ebenfalls ihre Mama brauchten. Ich merkte zunehmend, wie sehr fehlender Schlaf und die ständige Schlafbegleitung unseren gesamten Familienalltag bestimmten.
Also begann ich, nach Antworten zu suchen. Doch vieles von dem, was ich fand, passte nicht zu uns. Entweder waren es allgemeine Tipps, die unsere Situation nicht wirklich erklärten, oder Ansätze, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie nicht zu meinem Kind und zu meiner Haltung als Mama passten.
Ich wollte verstehen: Warum schläft mein Kind so? Was braucht es? Und gibt es Möglichkeiten, unsere Situation zu verändern, ohne seine Bedürfnisse dabei aus dem Blick zu verlieren?
Diese Suche führte mich schließlich zur Ausbildung zum Schlafcoach. Mit dem Wissen über kindlichen Schlaf konnte ich unsere eigene Situation plötzlich anders betrachten, Zusammenhänge verstehen und Schritt für Schritt Veränderungen finden, die zu unserem Kind und zu unserem Familienalltag passten.
Und genau daraus entstand nestwärme.
Was diese Erfahrung heute für meine Arbeit bedeutet
Ich weiß, wie schnell man als Elternteil anfängt, an sich selbst zu zweifeln, wenn der Schlaf nicht so funktioniert, wie man es erwartet. Und ich weiß auch, wie wenig hilfreich allgemeine Tipps sein können, wenn sie nicht zum eigenen Kind und zum eigenen Familienalltag passen.
Genau deshalb geht es mir heute nicht darum, euch einfach zu sagen, was ihr anders machen solltet. Ich möchte gemeinsam mit euch verstehen, warum eure Schlafsituation gerade so aussieht, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen und wo eine Veränderung für euch überhaupt sinnvoll ist.
Meine eigene Erfahrung hat mich vor allem eines gelehrt: Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Kinder bringen unterschiedliche Bedürfnisse, Temperamente und Erfahrungen mit. Familien haben unterschiedliche Ressourcen, Grenzen und Lebensrealitäten. Deshalb soll sich eine Veränderung nicht nur auf dem Papier gut anhören, sondern in eurem echten Familienalltag funktionieren.





